3 Tipps für erfolgreiche Multichannel-Neulinge

Der E-Commerce boomt und immer mehr Händler setzen auf eine gut koordinierte Multichannel-Strategie. Doch aller Anfang ist schwer. Deshalb haben wir für dich Tipps zusammengefasst, die dir vor allem in der Startphase des Multichannels helfen können.

Doch fangen wir vorne an:

Was bedeutet Multichannel?

Im Vertrieb wird zwischen verschiedenen Modellen unterschieden: Single Channel, Multi Channel, Cross Channel und Omni Channel. Die letzteren drei Modelle können auch als kanalübergreifende Vertriebsmodelle bezeichnet werden. 

Der Single Channel Vertrieb ist das einfachste Geschäftsmodell, denn du bedienst nur einen einzigen Kanal. Das bedeutet, dass du z. B. einen eigenen Online-Shop betreibst. Marktplätze bespielst du in diesem Fall nicht und du besitzt auch keinen stationären Laden.

Wenn du deinen Single Channel jetzt um einen oder mehrere Kanäle erweiterst, landest du im Multichannel Vertrieb. Das bedeutet, dass du neben deinem eigenen Online-Shop deine Produkte auch noch z. B. auf Marktplätzen vertreibst oder sogar ein stationäres Ladengeschäft hast. Im Gegensatz zu den anderen kanalübergreifenden Vertriebsmodellen, werden beim Multichannel die Kanäle unabhängig voneinander und nebeneinander betrieben. 

Multichannel

Der Vollständigkeit halber wollen wir auch den Cross Channel- und Omni Channel Vertrieb nicht unbeachtet lassen. Bei diesen beiden Vertriebsarten unterstützen sich die unterschiedlichen Kanäle gegenseitig, sodass Barrieren zwischen den Kanälen abgebaut werden und deine Kunden an unterschiedlichen Stufen der Customer Journey mit dir und deinen Vertriebskanälen an unterschiedlichen Stellen interagieren.

Ein klassisches Beispiel für den Cross Channel Vertrieb ist beispielsweise das „Click-and-Collect“-Prinzip, was vor allem während der Corona-Pandemie sehr beliebt war. Der Omni Channel vereint den Multichannel- und den Cross Channel Vertrieb in nur einem Vertriebsmodell und ist somit auch die umfangreichste Vertriebsart, denn während des Einkaufes werden mehrere Kanäle zeitgleich von den Kunden genutzt.

Deine Kunde besucht dich also in deinem stationären Ladengeschäft und nutzt während des Shoppens ein Smartphone oder ein Tablet, um die Produkte aus deinem stationären Laden in einen virtuellen Warenkorb zu legen. Mit dem Smartphone oder Tablet können die Kunde auch auf die Daten aus ihrem Kundenkonto zugreifen, was den Check-Out-Prozess vereinfacht. 

Multichannel bringt Vorteile mit sich

Dass der Multichannel Vertrieb dein Online-Business auf das nächste Level heben kann, ist schon länger kein Geheimnis mehr. Große Marken und Unternehmen haben es vorgemacht, denn der Multichannel bringt einige Vorteile mit sich:

  • Sei wettbewerbsfähig: Du möchtest da verkaufen, wo deine Kund:innen sind. Denn all deine Mühen sind vertan, wenn du einen wunderschön aufgebauten Online-Shop hast und coole Produkte verkaufst, dein Shop aber nicht von deinen potenziellen Kund:innen gefunden wird. Daher ermittele deine Mitbewerber und analysiere ihre Verkaufskanäle. Daraus kannst du ableiten, welche Verkaufskanäle für dich relevant sein könnten.
  • Vermindere das Risiko: Der Ressourcenaufwand beim Aufbau eines Online-Shops kann groß sein. Du musst Zeit und vor allem auch finanzielle Ressourcen in den Aufbau stecken ohne zu wissen, ob dein eigener Online-Shop durchstartet. Statt einem eigenen Online-Shop wäre dann eher der Aufbau einer Präsenz auf Marktplätzen ein guter Startpunkt für dich. Auftritte auf Marktplätzen sind häufig mit einem geringeren Ressourcenaufwand verbunden als der Aufbau eines eigenen Online-Shops. Das eine muss dich aber natürlich nicht von dem anderen abhalten: Führst du bereits einen erfolgreichen Online-Shop, dann ist es natürlich ebenfalls sinnvoll, dass du deine Verkaufsaktivitäten auf Marktplätzen ausweitest.
  • Vergrößere deine Zielgruppe: Mit jedem weitere Kanal erweiterst du deine Zielgruppe, denn du möchtest da verkaufen, wo deine potenziellen Kund:innen unterwegs sind. Führst du bspw. nur einen stationären Laden, dann beschränkt sich deine Zielgruppe meist nur auf einen bestimmten regionalen Umkreis. Laut einer Umfrage von SoloBusinessTribe kaufen 85,7 % der Deutschen mehr als einmal im Monat online ein. Nutzt du Online-Kanäle dann erreichst du mehr Personen aus deiner Zielgruppe – unabhängig von ihrem Wohnort, da dieser beim Online-Shopping nur eine untergeordnete Rolle spielt.
  • Steigere deine Verkaufszahlen: Vergrößerst du deine Zielgruppe, dann bedeutet das auch steigende Verkaufszahlen und damit geht i.d.R. ein steigender Umsatz einher. Bist du auf mehreren Kanäle vertreten, dann steigerst du mit jedem zusätzlichen Auftritt die Sichtbarkeit deines Unternehmens, was du z. B. Durch SEO-optimierte Produkttexte noch verstärken kannst.

Die Vorteile vom Multichannel Vertrieb liegen auf der Hand. Doch wie gehst du den Einstieg in den Multichannel am besten an?

3 Tipps, um im Multichannel erfolgreich durchzustarten

Der Aufritt auf mehreren Verkaufskanälen – bedeutet das nicht auch immer mehr Aufwand, da du ja alle Aufgaben, die z. B. In deinem bereits existierende Online-Shop anfallen (wie bspw. der Versand, die Artikelpflege, die Kommunikation mit Kund:innen, usw.) auch auf den anderen Plattformen durchführen musst? Wir haben für dich drei Tipps zusammengefasst, wie der Multichannel nicht zur Falle wird:

Tipp #1: Bringe Ordnung in deine Prozesse

Ist dein Business noch recht klein und übersichtlich, kannst du es vielleicht noch in der heimischen Garage verwalten. Du lagerst deines Produkte in einfachen Regalen und die Bestellungen versendest du vielleicht sogar noch neben deinem 9-to-5 Job. Doch irgendwann reicht der Platz nicht mehr aus und selbst wenn dein Tag 30 Stunden hätte, wäre das noch zu wenig. Denn nicht umsonst leben viele Unternehmer:innen nach dem Motto „Zeit ist Geld“.

Multichannel 2

Wächst dein Business erst einmal, dann werden viele Händler überrumpelt. Überrumpelt von immer größeren Bestellmengen und überrumpelt von der Verantwortung, die ein erfolgreiches Unternehmen zu führen, mit sich bringt. Was dann meist auf der Strecke bleibt: Strukturen, Ordnung und die Gestaltung und das Durchdenken von Prozessen.

Daher nimm dir regelmäßig Zeit, um deine bestehenden Prozesse zu checken. Überdenke diese und schaue, wie du Aufgaben oder Workflow noch effizienter gestalten kannst. Denn das A und O bei einer gut funktionierenden Multichannel-Strategie ist die koordinierte Abwicklung der Bestellungen und dass all deine bespielten Plattformen reibungslos miteinander kombiniert sind.

Das finden von einem freien Zeitslot in dem ohnehin überladenen Kalender von Online-Händler:innen kann sich schwieriger gestalten, als du jetzt vielleicht denkst. Deswegen unser Tipp: Blocke dir bewusst Zeiten im Kalender für Orga-Arbeit und blende alle weiteren Ablenkungen aus, um dir wirklich Gedanken über die Organisation deines Business zu machen.

Tipp #2: Automatisiere dein Business

Jeden manuellen Schritt, den du dir sparst, bringt die Arbeitserleichterung. Und mal ganz ehrlich: wollen wir das nicht alle? Daher ist unser liebster Tipp für Multichannel-Neulinge die Automatisierung von Workflows!

Die Bestellung geht über deinen Online-Shop oder über einen von deinen Marktplätzen ein. Doch jetzt geht die Arbeit für dich und deine Mitarbeiter erst richtig los. Das Päckchen oder das Paket müssen vorbereitet und gepackt werden, du musst Rechnungen schreiben und an deine Kunden versenden, Versandlabels müssen erstellt werden und die Versand- und Trackinginformationen an deine Kunden gesendet werden.

Die Liste könnten wir wahrscheinlich noch eine Weile weiterführen mit allen manuellen Schritten, die du durchführen musst, um eine Bestellung abzuwickeln. Mit Automatisierungen kannst du viele der Arbeitsschritte automatisch und ohne weiteres Zutun einfach im Hintergrund ablaufen lassen. Dabei wirst du i.d.R von einem Software-Tool unterstützt, in welches deine Bestelldaten laufen und so Automatisierungen ausgelöst werden. Zu den klassischen Automatisierungen im E-Commerce zählen z. B.:

  • Das Erstellen und Versenden von Rechnungen (und anderen Auftragsdokumenten)
  • Das Erstellen und Versenden von Versandlabels
  • Die bestellspezifische Kommunikation mit den Kund:innen (Versand von Trackinginformationen, Aufruf zu Bewertungen, Zahlungsbestätigungen und -erinnerungen)
  • Das Fulfillment durch externe Dienstleister (wie bspw. YouSellWeSend)
  • Und noch viele weitere Schritte. 

So kannst du die Zeit, die du sonst für alle manuellen und wiederkehrenden Schritte im Bestellablauf verwendest, für andere Dinge nutzen. Es ist mal wieder Zeit für die Planung von Marketingkampagnen? Super! Die Recherche nach zusätzlichen Produkten für deinen Shop steht schon länger auf deiner To-do-Liste? Noch besser! Endlich kannst du alle Sachen, die du schon längst erledigen wolltest, angehen.

Tipp #3: Behalte immer den Überblick 

Das Genie beherrscht das Chaos? Etwas, was im Multichannel-Kontext eher weniger von Vorteil ist. Denn Chaos wollen wir unter allen Umständen vermeiden. Deswegen ist einer – wenn nicht sogar der – wichtigste Tipp: Behalte den Überblick über deine Bestellungen, deine Shops und alles, was es noch so zu verwalten gibt in deinem Unternehmen.

Mit einer wachsenden Anzahl an Kanälen muss z. B. der Artikelbestand und die Artikelinformationen auf allen Kanälen immer up-to-date gehalten werden, damit es nicht zu Überverkäufen kommt. Denn das führt zwangsläufig zu verärgerten Kund:innen und nur zufriedene Kund:innen kaufen auch erneut bei dir ein.

Damit dir deine Multichannel Ambitionen nicht über den Kopf wachsen und alles im Chaos versinkst, solltest du dir ein Tool zur Unterstützung suchen. Mit einem Tool, welches besonders für Multichannel-Händler gedacht ist, kannst du einfach den Überblick behalten. Denn so laufen alle Bestellungen – unabhängig davon, über welche Plattform sie eingehen – in einer Software zusammen.

Wenn du alle Bestellungen an nur einem Ort verwalten kannst, kannst du unnötigen Mehraufwand vermeiden, denn verschiedenste Informationen können so kanalübergreifend aktualisiert werden. Genau das kann Billbee. Billbee vereint die Aritkelverwaltung, die Auftragsabwicklung und die Automatisierung in nur einem Tool.

Durch die Anbindung von verschiedenen Shopsystemen und Marktplätzen ist Billbee besonders für Multichannel-Händler geeignet, um stets den Überblick zu behalten. Neben einer einfachen und selbstgesteuerten Einrichtung kann Billbee zudem noch mit der Anbindung an unterschiedliche weitere Tools dienen, wozu auch YouSellWeSend zählt. Teste Billbee mit einer 30-tägigen kostenlosen und unverbindlichen Testphase und entscheide erst dann, ob es das richtige Tool für dich ist!

Über Billbee:

Billbee ist eine cloudbasierte Software-Lösung für Multichannel-Händler. Als einfach und intuitiv zu bedienendes Tool kann Billbee Online-Händler bei der Auftragsabwicklung, der Artikelverwaltung und der Automatisierung ihrer wiederkehrenden Workflows unterstützen.

Von der Rechnungsstellung und dem anschließend Versand der Rechnung bis hin zum Generieren von Versandlabels, deckt Billbee alle After-Sales-Prozesse der Auftragsabwicklung ab. Auch der Zahlungsabgleich, die Verwaltung von Artikelstammdaten, der plattformübergreifende Bestandsabgleich und zahlreiche Datenexporte sind nur eine kleine Auswahl an Funktionen, die Billbee E-Commerce-Händler bietet.

Mit über 100 Schnittstellen aus den Bereichen Versand, Marktplätze, Shopsysteme, Payment, Fulfillment, Buchhaltung und weiteren Anbindungen sorgt die Bündelung von allen Prozessen in nur einem Tool für eine erhebliche Zeitersparnis!

Billbee

Jana KlingelhöferContent Managerin BillbeeDies ist ein Gastbeitrag von Jana. Sie ist Content Managerin bei Billbee und ausgewiesene Expertin im E-Commerce und dem Shop-System von Billbee.

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Photo by Kelly Sikkema on Unsplash

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